Mittwoch, 18. Juni 2014
Resolution
Wir, die Mitglieder der gesamten Deutschen Jugendbewegung treten geschlossen dem Geist der Meißnerformel von 1913 folgend für die freie Entwicklung der Menschen der Bünde (um die anderen ist es eh zu schade) zu eigenverantwortlichen, selbstbestimmten Menschen ein. Dabei verbindet uns die Überzeugung, dass Eigenverantwortung und Selbstbestimmung nicht nach eigener Verantwortung und selbstbestimmt zu erringen sind und wir uns diese von Außen geben lassen müssen. (Als besonders geeignet für eine Einschätzung von politischer Radikalität ist nach unserer Meinung zum Beispiel der Verfassungsschutz, dessen Aufgabe ja die Überwachung radikaler Strömungen ist und auf dessen Urteil wir vertrauen können.)

Schon die historische Jugenbewegung wies eine breite Vielfalt der Auffassungen und Bundesideen auf (zum Beispiel Antisemitismus, Standesdenken und Alkoholabstinenz). Bei allem Streit um die Positionierung der Bünde untereinander treten wir dafür ein, diese Vielfalt zu erhalten und lehnen jedwede politisch motivierte Bestrebung, ob nun von rechts oder links, nach Bevormundung, Ausgrenzung, Fremdbestimmung, geistiger Unfreiheit und Konformität der Bünde unter allen Umständen ab. Es sei denn es gibt eine Regelung durch staatliche Dritte hierzu. Wir unterstützen gesellschaftspolitische Erklärungen wie die Mannheimer Resolution von 1993 die unter dem Eindruck der tatsächlichen Verfolgung von Menschen in Rostock-Lichtenhagen, Mölln und Solingen formuliert wurde. So wie damals Asylbewerber und Ausländer als Minderheiten mit Brandanschlägen, Waffen und Gewalt verfolgt wurden müssen wir uns heute gegen die Verfolgung von gesellschaftlichen Minderheiten wie völkischen Gruppen, Gebiets- und Geschichtsrevisionisten etc. durch Artikel, Diskussionen und Debatten einsetzen.

Umso mehr betrachten wir die von politisch motivierten Einzeltätern im Zuge des letztjährigen 100-jährigen Jubiläums des freideutschen Jugendtages von 1913 und von einer einzigen Person befohlene Ausgrenzung ganzer gut vernetzter und organisierter politisch motivierter Gruppen mit großer Sorge und betonen demgegenüber die strikte Ablehnung Einzelner Andersdenkender.

So folgen wir dem zeitlosen Gedanken von Voltaire und Luxemburg, dass die Freiheit des Andersdenkenden die zu verteidigende Freiheit sein muss. Wir ergänzen dies um die Idee, dass die Freiheit der Meinung an den Grenzen des persönlichen Geschmackes enden sollte. Selbstkritische Reflexion kann nur im Dialog mit anderen eigenen Gedanken erfolgen! Wir sind überzeugt, dass dieser Prozess der selbstkritischen Reflexion und der Akzeptanz von Selbstkritik am eigenen Standpunkt den eigenen Standpunkt (und damit die Freiheit!) erst verwirklicht.

Hier war die Burg ein wichtiger Ort um mit Gleichgesinnten zusammen zu arbeiten und Standpunkte zu verfestigen. Auch konnten bei gemeinsamen Festen zwischen Singe- und Trinkrunden Inhalte überwunden und durch das gemeinsame Erleben unkritische Momente des Singens und Trinkens ermöglicht werden.

Nun ist die Offene Burg
ihrer Geschlossenheit beraubt,
ist nur noch Stein.
Ohne Sinn!

Wir Bünde wollen unsere Burg zurück als Ort geschlossener Begegnung aller nicht von anderen verbotener Strömungen (es sei denn Einzelpersonen deren Namen wir hier nicht nennen müssen) des bündischen Lebens. Dabei ist einzig die Vorgabe Dritter die maßgebende Instanz für unsere innere Wahrhaftigkeit, eigene Verantwortung und eigene Bestimmung.

Lasst uns ohne störende Einflüsse von Innen das Gute, Wahre und Schöne gestalten und weiterbauen.

Für die gesamte Deutsche Jugendbewegung
Peter Wuchtheuer



Donnerstag, 6. März 2014
Offener Brief an die Organisatoren des Exil-Beräuner
Sehr geehrte Exil-Beräuner,
zugegeben, ein leichtes Schmunzeln hat Euer Versuch lustig zu sein ja hervorgerufen, aber nicht aus den von Euch intendierten Gründen.
Kommen doch aus Eurem Dunstkreis die empörten Gut-, Schön- und Wahrmenschen die mit erhobenen Zeigefinger voll pathetischer Selbstgerechtigkeit ihre geistige Schildkröte öffentlich spazieren führen. Öffentlich singt Ihr sicher auch "Wir haben die Spießer ängstlich gemacht und lachen wenn man uns hetzt" und "Die Gedanken sind frei" und Ihr befürwortet Satire, jedenfallss in der Form einer Humorquerfront wo durchaus gelacht werden darf aber bitte nur zusammen und wenn es niemandem wehtut.
Nebenbei angemerkt zeigt Euer Versuch einer literatischen Karikatur nicht nur Euren hölzernen Humor (Euer Vergleich hinkt nicht nur, sondern auch in die falsche Richtung), zusätzlich eben auch Euer vermeintliches Feindbild: ein veganes Antifa-Kiddie, welches euch auch noch bespitzeln möchte (kleine Anspielungen auf Euren Sündenbock, "den ewigen Jesko" lassen wir jetzt mal beiseite). Wir marschieren nicht mit dem roten Banner westwärts, keine Angst. Wir sind auf Euren Veranstaltungen, in Euren Facebookgruppen und Euren Foren, wir gehen mit Euch auf Fahrt und Lager, wir sitzen an Euren Feuern, wir singen mit Euch in euren Hütten und Burgen. Wir müssen Euch nicht bespitzeln, in Eurer Selbstherrlichkeit wollt Ihr am liebsten alles allen mitteilen. Wir wissen wie Ihr untereinander die Muskeln spielen lasst, wer jetzt welchen Anwalt auf uns angesetzt hat und wie man uns am besten zur Strecke bringen sollte, weil uns das Maul gestopft gehört. Hoffentlich gebt Ihr Euren Anwälten Belegexemplare, damit sie wenigstens was zu Lachen haben.
Aufgrund der Marginalität Eurer Veranstaltung werden wir auch nicht ein Extrablatt produzieren, ein Hassprediger ohne Publikum ist nämlich ähnlich produktiv wie eine Burg ohne Bünde. (und obwohl Ihr gerne Vergleiche aus der Tierwelt bemüht werden wir ähnliches unterlassen. Perlen>Säue. Sie wissen schon). So ernst wie Ihr Euch und uns nehmt können wir Euch (und uns) leider nicht nehmen, wir verbuchen Eure Wortmeldung aber wohlwollend als "Leser stellen sich vor".



Mittwoch, 30. Oktober 2013
Geistige Kampfbereitschaft muss das Gebot der Stunde sein!
Gastbeitrag von Friedhelm F. W. von Rennenkampf
Bündische Einfalt, Gau Ost-Schlesien


Mit wachsender Sorge stelle ich in mir das Bedürfnis fest, hier Dinge gerade rücken zu müssen, die im Internet in Zusammenhang mit den verantwortungslosen Hetztiraden eines Herrn W. veröffentlicht werden. Pluralismus wurde von mir schon immer als Selbstzweck unnützer Querdenker erkannt und konsequent abgelehnt. Die Enttarnung dieser geistigen Entartungen fällt allerdings umso schwerer, je mehr der selbst ernannten Verteidiger des Glaubens an die befriedete Burg Verständnis für die Belange der kommunistischen Weltverschwörung entwickeln. Auf dieser geistigen Schwäche kann eine Neugeburt des Ludwigsteins als Stätte der Begegnung in Einfalt wahrlich nur schwerlich gedeihen. Die bröckelnden Mauern an einzelnen Abschnitten der Wehrgänge erfüllen mich mit brennender Sorge. Heißt es nicht: Viel Feind, viel Ehr? Solche Ehre zu gewinnen aber muss bedeuten, den Einsatz zu verdoppeln und verdreifachen. Wer den einzigen richtigen Weg erkannt hat, muss diesen rücksichtslos voranschreiten. Die Burg ist diesbezüglich auf bestem Wege: die wahrlich rechten Gäste hat sie zur Feier der hundertjährigen Wiederkehr des Gedenkens an die Freiheitskämpfer gegen welschen Lug und Tang eingeladen. Ihrem Ruf sind mehr wahre Männer von echtem Schrot und Korn gefolgt, als ich in meinen kühnsten Träumen zu hoffen gewagt hätte. Ja selbst nicht namentlich Eingeladene aufrechte Denker fanden den Weg an die Werra. Freiheitskämpfer von einst und Freiheitskämpfer von heute in Einfalt vereint. Und jetzt soll das alles in Frage gestellt werden durch einen Mann, dessen Vergangenheit dem Vernehmen nach eine wahrlich ruchlose gewesen sein soll. Wer während der Schulzeit einer Antifa-Gruppe beigetreten ist und danach keiner anderen linken Vereinigung mehr angehört hat, der kann nur in den linksextremen Untergrund abgewandert sein. Andere aufrechte Männer werden nicht müde, dies zu bekunden. Ihnen gilt mein Dank für so viel aufrichtiges Bemühen um Volksaufklärung. Schallt es aus ihren Kehlen nicht zurecht: Wer darf sich anmaßen zu bestimmen, wer oder was zu den gerade noch tolerierten oder nicht mehr tolerierten Meinungen gehören darf? Genau so ist es: an der richtigen Sichtweise der Burg dürfen aufgrund anderer Handhabung fast überall anderswo nicht die geringsten Zweifel aufkommen. Alles andere würde zu unerträglichen Formen von Pluralismus führen.



Stellungnahme
Wie schon die Kameraden der Gildenschaft und der Gesellen festgestellt haben ist es natürlich mehr als fragwürdig der Bündischen Einfalt Kontakt zu irgendeiner Art von Extremismus zu unterstellen.
Schon zu unserer Gründungsfeier sprach ich, Peter Wuchtheuer, schon damals die noch heute für uns bindenden Worte:
"Wir die Deutsche Bündische Einfalt werden immer wir selbst sein, mögen Stürme uns umtoben oder Beben uns bedrohen: Wir werden immer richtig handeln im Namen des Wahren, Guten und Schönen!"

Die Bündische Einfalt hat nun eine 200 Jahre alte Geschichte hinter sich und hat all die Zeiten überlebt, nicht trotz sonder weil wir uns schon immer so klar positioniert haben. Wir sind nicht nur das Zentrum der Jugendbewegung, wir sind auch die Mitte der Gesellschaft. Wir treten ein für eine Gesellschaft nach unseren Vorstellungen. Wir erziehen Menschen zu unseren Werten, damit sie in der Gesellschaft nach unseren Ideen tätig werden. Es ist lächerlich, dass ein selbsternannter Journalist uns dies vorwirft, er begibt sich damit auf das Gebiet der Sippenhaft.

Wir werden von unserer Haltung wie seit jeher kein Jota weichen. Wir stehen treu zu unseren Mitgliedern mögen die Anwürfe gegen Einzelne es auch nötig machen sich ihrer um der Sache Willen zu entledigen.